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Die Geschichte des Musikvereins Bechen von 1928 bis 1939



Der Musikverein wurde im Jahre 1928 durch Hauptlehrer Peter Freis gegründet. Herr
Freis warb interessierte junge Menschen, die er 1 1/2 Jahre lang ausbildete, bevor
der Verein zum ersten Mal auftrat.



Am Anfang mussten sie nur Töne aushalten, wobei auf jedem Ton ein Crescendo (lauter
werden) und ein Decrescendo (leiser werden) gemacht wurde - wunderbare Ansatzübung,
sollten die heutigen Aktiven auch wieder häufiger machen. Damals soll es nicht selten
vorgekommen sein das die Musiker ihre Mundstücke in den Hosentaschen hatten um bei
jeder Gelegenheit zu üben.



Hauptlehrer Freis war laut Angaben von Mitgliedern sehr streng mit den Musikern und
schrieb eigene Stücke, die er zu vor im Radio gehört hatte. Geprobt wurde in der
Gaststätte Koch ("Zur Erholung" ein- bis zweimal die Woche jeweils 2 Stunden.



Die Instrumente wurden von den Musikern selbst gekauft. Wenn man bedenkt das die
Instrumente damals noch ausschließlich von Hand gefertigt wurden und eine Trompete ca.
100 (Reichs-)Mark kostete, kann man verstehen, daß sich die Musiker nur schwer von ihren
Instrumenten trennen konnten und stark an ihnen hingen.



Anderseits verdienten die Musiker auch mit Tanzmusik Geld. So wurde auf einer
Versammlung des Vereins festgelegt das bei Auftritten mit 6 Mann 90Pfennig und bei
Auftritten mit 8 Mann 80Pfennig pro Musiker und Stunde bezahlt werden musste. Wobei 50
Pfennig der ganzen Einnahmen an das Arbeitsamt gingen, dafür gab es dann auch einen
Arbeitsausweis.



Der Musikverein spielte aber nicht nur Tanzmusik, sondern nahm auch an Prozessionen und
Umzügen teil. So spielte er beim Schützenschießen, Hubertusfeiern, der Kirmes und
Festen anderer Vereine im Ort. Natürlich veranstaltete der Musikverein auch eine
Konzerte, wo danach wieder, wer hätte es gedacht Tanzmusik gespielt wurde.



Am 15. August  1934 wurde Herr Hauptlehrer Freis nach Stieldorf versetzt und
konnte seinen Dirigentenposten in Bechen nicht mehr ausüben. Bei der
"Generalversammlung" am gleichen Tag wurde beschlossen einen Ausflug zum
Hauptlehrer Freis zu machen. Als Nachfolger von Herrn Freis wurde ein Berufsmusiker
engagiert. Am 21. November 1934 übernahm Herr Norbiesrath den Dirigentenstock.



Der Musikverein ist noch bis zum Kriegsanfang 1939 bei örtlichen Festen aufgetreten.
Dann aber durch den Krieg zerschlagen worden.



Eine Bemerkung noch lebender Musiker der damaligen Zeit sollte nicht unerwähnt
bleiben: - In den 30er Jahren haben sowohl die Nationalsozialisten versucht den Verein zu
einer "SA-Kapelle" zu machen, als auch der Schützenverein zu einer
Schützenkapelle. Aber: " Das haben wir alles abgelehnt, weil wir unabhängig
und frei sein wollten." -





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